NAVIGOS Ent­schei­dungs­pro­zess

Januar 27, 2026

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🧭 NAVIGOS

In einer Welt voller Kom­ple­xi­tät und Unsi­cher­heit stoßen klas­si­sche Ent­schei­dungs­mo­del­le an ihre Gren­zen. Nicht weil sie schlecht sind, son­dern weil sie für eine andere Rea­li­tät ent­wi­ckelt wurden. Was wir heute brau­chen, ist ein Ent­schei­dungs­pro­zess, der Unsi­cher­heit nicht weg­or­ga­ni­siert, son­dern bewusst inte­griert … und genau hier setzt NAVIGOS an.

Wenn Ent­schei­dun­gen ins Sto­cken gera­ten

Kennst Du das? Ein Mee­ting nach dem ande­ren, end­lo­se Dis­kus­sio­nen, viele kluge Gedan­ken und trotz­dem fällt keine Ent­schei­dung. Nicht, weil nie­mand ent­schei­den will. Son­dern weil der Rahmen fehlt, der durch Unsi­cher­heit trägt.

In meiner Arbeit als Bera­ter erlebe ich immer wieder das­sel­be Muster: Teams sind enga­giert, kom­pe­tent und ver­ant­wor­tungs­voll und trotz­dem werden Ent­schei­dun­gen zäh, unsau­ber oder nur halb­her­zig getrof­fen.

“Ent­schei­dun­gen schei­tern heute selten an man­geln­der Kom­pe­tenz, son­dern daran, dass Unsi­cher­heit keinen Platz im Pro­zess hat.”

Das Pro­blem liegt nicht bei den Men­schen. Es liegt bei der Frage, wie wir Ent­schei­dun­gen tref­fen.

Warum klas­si­sche Ent­schei­dungs­mo­del­le nicht mehr aus­rei­chen

Viele von uns sind mit einem bestimm­ten Bild von Ent­schei­dun­gen groß gewor­den: Man sam­melt Infor­ma­tio­nen, wägt Pro und Contra ab, ana­ly­siert Risi­ken und trifft dann eine mög­lichst ratio­na­le Ent­schei­dung.

Und das ist nicht falsch! Ratio­na­li­tät, Ana­ly­se und Daten sind wich­tig und blei­ben wich­tig.

Das Pro­blem ist nur: Sie rei­chen immer öfter nicht mehr aus. In einer Welt, die kom­ple­xer, schnel­ler und wider­sprüch­li­cher gewor­den ist, stoßen klas­si­sche Ent­schei­dungs­lo­gi­ken an ihre Gren­zen. Nicht, weil sie schlecht sind, son­dern weil sie für eine andere Rea­li­tät ent­wi­ckelt wurden:

  • Für eine Welt, in der Infor­ma­tio­nen weit­ge­hend voll­stän­dig waren
  • In der Ursa­che und Wir­kung halb­wegs klar zusam­men­hin­gen
  • Und in der Ent­schei­dun­gen vor allem fach­lich gelöst werden konn­ten

Die neue Rea­li­tät des Ent­schei­dens

Heute sieht die Rea­li­tät anders aus:

  • Wir ent­schei­den unter Unsi­cher­heit
  • Mit unvoll­stän­di­gem Wissen
  • Mit wider­sprüch­li­chen Anfor­de­run­gen
  • Und oft auch unter Zeit­druck

Was ich in Orga­ni­sa­tio­nen immer wieder beob­ach­te, ist des­halb kein Mangel an Ent­schei­dungs­wil­len, son­dern ein Ent­schei­dungs­stau. Mee­tings werden länger. Abstim­mun­gen werden ver­tagt. Oder es wird ent­schie­den, aber inner­lich trägt es nie­mand so rich­tig mit.

Typi­sche Reak­ti­ons­mus­ter auf Unsi­cher­heit

Ein typi­sches Muster dabei ist der Rück­zug auf schein­ba­re Sicher­heit:

  • Mehr Zahlen
  • Mehr Ana­ly­sen
  • Mehr Abstim­mun­gen
  • Mehr Har­mo­nie

Doch Mehr­hei­ten sind kein Garant für gute Ent­schei­dun­gen. Sie sorgen für Zustim­mung, aber nicht auto­ma­tisch für Ver­ant­wor­tung. Und sie blen­den oft genau das aus, was unter Unsi­cher­heit ent­schei­dend wäre:

  • Zwei­fel
  • Intui­ti­on
  • Unbe­que­me Per­spek­ti­ven

Ein ande­res Muster ist Har­mo­nie. Man einigt sich, um vor­an­zu­kom­men. Man ent­schei­det so, dass mög­lichst wenige dage­gen sind. Das fühlt sich gut an, führt aber oft zu Ent­schei­dun­gen, die zwar akzep­tiert, aber nicht wirk­lich getra­gen werden.

Die Lücke in der Ent­schei­dungs­fin­dung

Genau hier wird die Lücke sicht­bar: Viele Ent­schei­dungs­mo­del­le sagen uns, was wir tun sollen, aber kaum eines hilft uns dabei, wie wir unter Unsi­cher­heit gemein­sam ent­schei­den.

Sie berück­sich­ti­gen selten, dass Ent­schei­dun­gen immer auch emo­tio­nal sind. Dass es Mut braucht, um Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Dass Ver­trau­en not­wen­dig ist, um einen Pro­zess aus­zu­hal­ten, dessen Aus­gang offen ist. Und dass Intui­ti­on eine Rolle spielt, wenn Logik allein nicht wei­ter­führt.

Das eigent­li­che Pro­blem ist nicht, dass wir falsch ent­schei­den. Das Pro­blem ist, dass wir ver­su­chen, mit alten Logi­ken auf neue Rea­li­tä­ten zu reagie­ren.

NAVIGOS: Ein neuer Ent­schei­dungs­pro­zess ent­steht

Aus diesen Erfah­run­gen, aus Work­shops, Krisen, Trans­for­ma­tio­nen und vielen echten Ent­schei­dungs­si­tua­tio­nen ist nach und nach etwas ent­stan­den: NAVIGOS.

NAVIGOS ist nicht an einem Schreib­tisch ent­stan­den. Nicht als Modell, das ich mir theo­re­tisch über­legt habe. Son­dern Schritt für Schritt, aus echten Situa­tio­nen heraus.

Beim Schrei­ben meines Buchs “Neue Wege der Füh­rung” ist mir noch einmal sehr deut­lich gewor­den, wie wich­tig drei Themen für erfolg­rei­che Ent­schei­dun­gen sind:

  • Mut: Ohne Mut keine Ent­schei­dung unter Unsi­cher­heit
  • Ver­trau­en: Ohne Ver­trau­en kein trag­fä­hi­ger Pro­zess
  • Intui­ti­on: Ohne Intui­ti­on blei­ben wir genau dann ste­cken, wenn Logik und Daten nicht mehr aus­rei­chen

Was mich dabei irri­tiert hat: Ich habe keinen Ent­schei­dungs­pro­zess gefun­den, der diese Ele­men­te bewusst inte­griert. Ent­we­der waren Model­le stark ana­ly­tisch. Oder sie waren sehr intui­tiv, aber ohne Struk­tur. Oder sie haben sich auf Füh­rung kon­zen­triert – aber nicht auf das Ent­schei­den selbst.

Was NAVIGOS aus­zeich­net

NAVIGOS ist aus genau dieser Lücke ent­stan­den. Aus dem Ver­such, einen Pro­zess zu ent­wi­ckeln, der Struk­tur gibt, ohne zu ver­en­gen. Der Klar­heit ermög­licht, ohne Unsi­cher­heit zu ver­drän­gen. Und der Mut, Ver­trau­en und Intui­ti­on nicht als Stör­fak­to­ren sieht, son­dern als Res­sour­cen.

Wich­tig dabei: NAVIGOS ist kein Füh­rungs­stil. Und auch kein Tool für Spe­zi­al­fäl­le. Es ist ein Ent­schei­dungs­pro­zess, der sowohl für Ein­zel­per­so­nen funk­tio­niert als auch für Teams und Grup­pen. Über­all dort, wo Ent­schei­dun­gen nicht ein­deu­tig sind und trotz­dem getrof­fen werden müssen.

Die Grund­idee von NAVIGOS

Die Grund­idee von NAVIGOS ist bewusst ein­fach und gleich­zei­tig anspruchs­voll:

NAVIGOS ist ein Pro­zess, der hilft, Unsi­cher­heit sicht­bar zu machen, statt sie zu über­de­cken. Er schafft Struk­tur, ohne vor­zu­ge­ben, was rich­tig oder falsch ist. Und er ermög­licht Ent­schei­dun­gen, die nicht per­fekt sein müssen, aber ver­ant­wort­bar sind.

Ein zen­tra­ler Unter­schied zu vielen klas­si­schen Ansät­zen liegt in der Pro­zess­füh­rung. NAVIGOS führt nicht durch Inhal­te. Er sagt dir nicht, welche Option besser ist. Er gibt keinen schlau­en Rat­schlag von außen.

Statt­des­sen hält er den Raum, in dem ent­schie­den wird:

  • Er sorgt dafür, dass Per­spek­ti­ven gehört werden
  • Dass Unsi­cher­heit benannt werden darf
  • Und dass Ent­schei­dun­gen nicht aus Dyna­mik, Laut­stär­ke oder Har­mo­nie ent­ste­hen, son­dern aus Bewusst­sein

Für wen NAVIGOS funk­tio­niert

NAVIGOS funk­tio­niert sowohl für Ein­zel­per­so­nen als auch für Teams:

  • Bei Ein­zel­per­so­nen hilft der Pro­zess, innere Span­nun­gen zu sor­tie­ren, Wider­sprü­che aus­zu­hal­ten und zu einer Ent­schei­dung zu kommen, die man selbst tragen kann.
  • In Grup­pen hilft NAVIGOS, Dis­kus­sio­nen zu struk­tu­rie­ren, leise Stim­men sicht­bar zu machen und Ver­ant­wor­tung nicht zu ver­wäs­sern.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt: NAVIGOS trennt bewusst Ent­schei­dung und Recht­fer­ti­gung. Viele Ent­schei­dun­gen schei­tern nicht daran, dass sie schlecht sind, son­dern daran, dass sie im Nach­hin­ein nicht mehr erklärt oder ver­tre­ten werden können. NAVIGOS unter­stützt dabei, Ent­schei­dun­gen so zu tref­fen, dass sie nach­voll­zieh­bar blei­ben, auch dann, wenn sie unter Unsi­cher­heit ent­stan­den sind.

Mut, Ver­trau­en und Intui­ti­on: Die drei Säulen von NAVIGOS

Wenn man über Ent­schei­dun­gen spricht, geht es oft um Metho­den, Kri­te­ri­en oder Daten. Was dabei erstaun­lich selten the­ma­ti­siert wird, sind die inne­ren Vor­aus­set­zun­gen, die es braucht, um unter Unsi­cher­heit über­haupt ent­schei­den zu können.

Für mich sind es vor allem drei: Mut, Ver­trau­en und Intui­ti­on. Und genau diese drei sind der Grund, warum NAVIGOS so gewor­den ist, wie er ist.

Mut

Mut braucht es nicht, wenn alles klar ist. Mut braucht es genau dann, wenn Infor­ma­tio­nen fehlen, wenn Wider­sprü­che blei­ben und wenn klar ist: Egal wie wir uns ent­schei­den, es wird Kritik geben.

Viele Ent­schei­dungs­pro­zes­se tun so, als ließe sich dieser Moment ver­mei­den. NAVIGOS tut das Gegen­teil: Er macht ihn sicht­bar. Er lädt dazu ein, Ver­ant­wor­tung bewusst zu über­neh­me. Nicht weil man alles weiß, son­dern obwohl man es nicht weiß.

Ver­trau­en

Ver­trau­en in den Pro­zess. Ver­trau­en in die betei­lig­ten Men­schen. Und nicht zuletzt Ver­trau­en in sich selbst. Ohne Ver­trau­en wird jeder Ent­schei­dungs­pro­zess zur Absi­che­rungs­schlei­fe. Man sucht nach der einen Zahl, dem letz­ten Argu­ment, der end­gül­ti­gen Zustim­mung.

NAVIGOS arbei­tet anders: Er schafft einen Rahmen, in dem Ver­trau­en wach­sen kann, weil der Pro­zess trägt – auch dann, wenn das Ergeb­nis offen bleibt.

Intui­ti­on

Ein Begriff, der oft miss­ver­stan­den wird. Intui­ti­on ist keine spon­ta­ne Bauch­re­ak­ti­on und kein Ersatz für Denken. Intui­ti­on ist ver­dich­te­te Erfah­rung. Ein inne­res Wissen, das ent­steht, wenn wir viele Ein­drü­cke, Muster und Erfah­run­gen mit­ein­an­der ver­bin­den, oft schnel­ler, als wir sie bewusst erklä­ren können.

Gerade unter Unsi­cher­heit ist Intui­ti­on kein Risiko, son­dern eine Res­sour­ce. NAVIGOS gibt ihr bewusst Raum. Nicht als Allein­ent­schei­de­rin, son­dern als gleich­wer­ti­ge Per­spek­ti­ve neben Ana­ly­se und Aus­tausch.

Vom “rich­ti­gen” zum “trag­fä­hi­gen” Ent­schei­den

Viel­leicht der wich­tigs­te Gedan­ke: NAVIGOS geht nicht davon aus, dass es die eine rich­ti­ge Ent­schei­dung gibt. Gerade in kom­ple­xen Situa­tio­nen gibt es oft meh­re­re gang­ba­re Wege. NAVIGOS hilft, einen davon bewusst zu wählen – und ihn dann auch zu ver­tre­ten.

Es ist ein Pro­zess für eine Rea­li­tät, in der Klar­heit nicht immer ver­füg­bar ist. Aber Ver­ant­wor­tung trotz­dem not­wen­dig bleibt.

Fazit: Ein neues Ver­ständ­nis von Ent­schei­den

Wenn ich diese Über­le­gun­gen zusam­men­fas­se, dann bleibt vor allem ein Gedan­ke: Gute Ent­schei­dun­gen schei­tern heute selten an man­geln­der Intel­li­genz oder feh­len­dem Enga­ge­ment. Sie schei­tern daran, dass wir ver­su­chen, Unsi­cher­heit weg­zu­den­ken, statt sie bewusst zu inte­grie­ren.

NAVIGOS ist aus genau dieser Beob­ach­tung ent­stan­den. Nicht als Metho­de, die dir sagt, was rich­tig ist. Son­dern als Pro­zess, der dich dabei unter­stützt, unter Unsi­cher­heit hand­lungs­fä­hig zu blei­ben:

  • Mit Klar­heit
  • Mit Ver­ant­wor­tung
  • Und mit einer Hal­tung, die Mut, Ver­trau­en und Intui­ti­on nicht aus­klam­mert, son­dern ernst nimmt

Wie Du mehr über NAVIGOS erfah­ren kannst

Wenn Du beim Lesen gemerkt hast, dass Dich viele der beschrie­be­nen Situa­tio­nen an Deinen eige­nen Füh­rungs- oder Ent­schei­dungs­all­tag erin­nern – dann geht es Dir wie vielen, mit denen ich arbei­te.

Und genau dafür gibt es NAVIGOS.

Wenn Du neu­gie­rig gewor­den bist und Dir einen Über­blick ver­schaf­fen möch­test, fin­dest Du auf meiner Web­site eine eigene Seite zu NAVIGOS. Dort stelle ich den Ent­schei­dungs­pro­zess vor und zeige auch, wie er sich von klas­si­schen Ent­schei­dungs­mo­del­len unter­schei­det.

In meinem Pod­cast gehe ich übri­gens noch tiefer ins Detail und erklä­re die sieben Phasen von NAVIGOS, ganz kon­kret, pra­xis­nah und so, dass Du ein gutes Gefühl dafür bekommst, wie der Pro­zess im Alltag ange­wen­det werden kann.

Bis dahin lade ich Dich ein, Deine eige­nen Ent­schei­dun­gen einmal aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve zu betrach­ten: Nicht mit der Frage, ob sie per­fekt sind. Son­dern mit der Frage, ob sie trag­fä­hig sind… Für Dich und für die Men­schen, die sie mit­tra­gen.

Christian Koudela

Entscheidungsnavigator, Autor, Berater & Trainer

Ich will echte Veränderungen ermöglichen und Unternehmen zu einem Ort machen, an dem Wertschätzung für die Leistungen und Kompetenzen aller Beteiligten zum Alltag gehört. An dem die Arbeit Freude und Sinn stiftet – ein arbeitswerter Ort ist. Und nicht nur ein Rettungsanker sein, mit dem du dich immer wieder von einer herausfordernden Entscheidung zur nächsten hangelst.

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