Dele­ga­ti­on mit Fines­se

Februar 13, 2024

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Ent­schei­dungs­kom­pe­ten­zen erfolg­reich über­tra­gen

Die Welt der Füh­rung ist kom­plex, und in dieser Kom­ple­xi­tät liegt die Not­wen­dig­keit, Auf­ga­ben und Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se effek­tiv zu über­tra­gen. Doch effek­ti­ve Dele­ga­ti­on ist weit mehr als nur ein Mittel zur Zeit­er­spar­nis. Durch geschick­te Dele­ga­ti­on vermag eine Füh­rungs­kraft nicht nur effek­tiv zu han­deln, son­dern schafft auch eine inspi­rie­ren­de Umge­bung für ihre Mit­ar­bei­ter.

Die Ein­füh­rung in die Kunst der Dele­ga­ti­on ist wie das Öffnen einer Schatz­tru­he voller Mög­lich­kei­ten – für dich als Füh­rungs­kraft und für dein Team. Gutes Dele­gie­ren geht näm­lich weit über die Über­tra­gung von Auf­ga­ben hinaus und bietet ein Fun­da­ment für Moti­va­ti­on, Empower­ment, Sinn­haf­tig­keit und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven.

In diesem Blog­ar­ti­kel tau­chen wir tiefer in die Kunst des Dele­gie­rens ein und ent­de­cken, warum dies der Schlüs­sel zu einer her­aus­ra­gen­den Füh­rung ist – und vor allem, wie du diese Kunst meis­tern kannst.

Der Dele­ga­ti­ons­pro­zess: So über­trägst du Auf­ga­ben effek­tiv

Der Dele­ga­ti­ons­pro­zess ist wie eine kunst­vol­le Cho­reo­gra­fie, die von dir als Füh­rungs­kraft gelei­tet wird. Lass uns die Tanz­schrit­te dieser Cho­reo­gra­fie durch­ge­hen und ver­ste­hen, wie sie den Rhyth­mus und Klang unse­rer Füh­rung bestim­men.

1. Kluge Aus­wahl der Auf­ga­ben

Nicht jede Auf­ga­be eignet sich für die Dele­ga­ti­on, und hier liegt die Fein­heit. Eine Füh­rungs­kraft muss nicht nur die anste­hen­den Auf­ga­ben ana­ly­sie­ren, son­dern auch die indi­vi­du­el­len Stär­ken und Fähig­kei­ten der Team­mit­glie­der berück­sich­ti­gen. Die Auf­ga­be sollte nicht nur pas­send sein, son­dern auch das Poten­zi­al haben, die Fähig­kei­ten deines Team­mit­glieds zu stär­ken.

2. Aus­wahl des pas­sen­den Mit­ar­bei­ters

Hier geht es nicht nur um die Fähig­kei­ten, son­dern auch um die Per­sön­lich­keit und die Arbeits­wei­se. Jedes Team­mit­glied ist ein­zig­ar­tig, und die Kunst der Dele­ga­ti­on besteht darin, die Auf­ga­be und zustän­di­ge Person so zuzu­ord­nen, dass sie per­fekt passen. Als eine gute Füh­rungs­kraft wollen wir nicht nur, dass die Auf­ga­be erle­digt wird, son­dern auch, dass sich die Mitarbeiter*innen her­aus­ge­for­dert und erfüllt fühlen.

3. Klare Kom­mu­ni­ka­ti­on

Der Dele­ga­ti­ons­pro­zess steht und fällt mit einer trans­pa­ren­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on. Die Erwar­tun­gen müssen klar defi­niert sein, und die Ziele deut­lich for­mu­liert. Hier ist es wich­tig, nicht nur zu sagen, was getan werden soll, son­dern auch das ‘Warum’ zu erklä­ren. Das schafft Klar­heit, gibt Kon­text und för­dert somit auch das Ver­ständ­nis und die Moti­va­ti­on.

4. Ver­ant­wor­tung teilen

Dele­ga­ti­on ist keine Ein­bahn­stra­ße. Es geht nicht nur darum, Auf­ga­ben abzu­ge­ben, son­dern auch, Ver­ant­wor­tung zu teilen. Das bedeu­tet, dass die Team­mit­glie­der nicht nur die Auf­ga­be, son­dern auch die Ent­schei­dungs­be­fug­nis über­neh­men – was nicht nur effi­zi­ent ist, son­dern auch das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen dir und deinen Mitarbeiter*innen för­dert.

Die Kunst der rich­ti­gen Dele­ga­ti­on

All die bereits bespro­che­nen Aspek­te ver­deut­li­chen, dass die rich­ti­ge Dele­ga­ti­on mehr ist als nur ein 3‑Schrit­te-Plan und auch kein sta­ti­scher Pro­zess. Sie erfor­dert eine stän­di­ge Anpas­sung und Fein­ab­stim­mung, sowie ein tiefes Ver­ständ­nis über die Mitarbeiter*innen.

Eine erfolg­rei­che Füh­rungs­kraft ist wie ein Diri­gent, der die Melo­die des Teams lenkt und dabei fle­xi­bel auf die indi­vi­du­el­len Stär­ken und Schwä­chen ein­geht. In dieser Meta­pher ist die Dele­ga­ti­on wie eine Sin­fo­nie, die durch klare Kom­mu­ni­ka­ti­on, geschick­te Auf­ga­ben­wahl und die pas­sen­de Aus­wahl der Mit­ar­bei­ter zum har­mo­ni­schen Klang wird. Was es hier­für kon­kret braucht, das möchte ich in den nach­fol­gen­den Punk­ten beleuch­ten:

Indi­vi­du­el­le Stär­ken & Per­sön­lich­keit beach­ten

Als Füh­rungs­kraft ist deine Auf­ga­be, das Zusam­men­spiel der indi­vi­du­el­len Stär­ken und Fähig­kei­ten deiner Team­mit­glie­der har­mo­nisch zu orches­trie­ren. Die Kunst liegt darin, nicht nur Auf­ga­ben zu ver­tei­len, son­dern sicher­zu­stel­len, dass diese zu den Fähig­kei­ten, Prä­fe­ren­zen und Poten­zia­len jedes Ein­zel­nen passen.

Ver­trau­ens­auf­bau durch Empower­ment

Schaf­fe ein Umfeld, in dem sich Team­mit­glie­der sicher fühlen, ihre Mei­nun­gen zu äußern, ohne Angst vor Kritik zu haben. Öffne einen Raum für krea­ti­ve Lösungs­an­sät­ze und inno­va­ti­ve Ideen. Der Tanz wird umso leben­di­ger, je mehr Raum für indi­vi­du­el­le Aus­drucks­for­men vor­han­den ist.

Feed­back & Eva­lua­ti­on

Regel­mä­ßi­ges Feed­back und die Über­prü­fung der getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen sind wich­ti­ge Aspek­te, um sicher­zu­stel­len, dass die über­tra­ge­nen Kom­pe­ten­zen effek­tiv genutzt werden. Dadurch kann das Team lernen und wach­sen. Auch du kannst dadurch in deiner Rolle als Füh­rungs­kraft wach­sen, ent­spre­chen­de Anpas­sun­gen in der Auf­ga­ben­ver­tei­lung vor­neh­men und deine Dele­ga­ti­on opti­mie­ren.

Ent­schei­dungs­de­le­ga­ti­on und ihre Her­aus­for­de­run­gen

Jetzt kommen wir zu einem sehr span­nen­den Aspekt der Dele­ga­ti­on: Die Ent­schei­dungs­über­tra­gung.

Die Ent­schei­dungs­kom­pe­ten­zen abzu­ge­ben, wie es bei der Dele­ga­ti­on geschieht, bedeu­tet, dass der Mit­ar­bei­ter nicht nur aus­füh­ren soll, son­dern auch selbst ent­schei­den kann, darf und soll. Mit Ent­schei­dun­gen geht auch immer Ver­ant­wor­tung einher und somit wird es kom­ple­xer – was nicht nur mehr Her­aus­for­de­run­gen mit sich bringt, son­dern auch Chan­cen für per­sön­li­ches Wachs­tum und die Ent­wick­lung von Füh­rungs­kom­pe­ten­zen.

Das Über­tra­gen von Ent­schei­dungs­be­fug­nis­sen erfor­dert bei­spiels­wei­se ein hohes Maß an Ver­trau­en zwi­schen Füh­rungs­kraft und Team­mit­glie­dern. Du musst sicher­stel­len, dass die Ent­schei­dun­gen in den Händen des Mit­ar­bei­ters gut auf­ge­ho­ben sind. Ebenso ist eine klare Abstim­mung zu Zielen und Rah­men­be­din­gun­gen uner­läss­lich, damit der Tanz der Ent­schei­dungs­de­le­ga­ti­on nicht ins Strau­cheln gerät.

Stra­te­gien für eine erfolg­rei­che Ent­schei­dungs­de­le­ga­ti­on

Es kann also auf dem Weg zur erfolg­rei­chen Dele­ga­ti­on so einige Stol­per­stei­ne geben, aber eben auch Chan­cen. Nach­dem wir uns bereits die Grund­schrit­te und Her­aus­for­de­run­gen ange­schaut haben, möchte ich abschlie­ßend noch die Bühne erwei­tern und das Licht auf Stra­te­gien werfen, die uns als Füh­rungs­kräf­te eine erfolg­rei­che Ent­schei­dungs­de­le­ga­ti­on ermög­li­chen.

Klare Kom­mu­ni­ka­ti­on:

Klare Kom­mu­ni­ka­ti­on ist ent­schei­dend für eine erfolg­rei­che Ent­schei­dungs­de­le­ga­ti­on. Nicht nur die Ziele und Rah­men­be­din­gun­gen müssen klar sein, son­dern auch unsere Erwar­tun­gen. Offene Dia­lo­ge schaf­fen Ver­ständ­nis für unsere Erwar­tun­gen und ver­hin­dern Miss­ver­ständ­nis­se.

Schu­lung und Ent­wick­lung:

Die stän­di­ge Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Team­mit­glie­der ist von zen­tra­ler Bedeu­tung, damit diese auch die Fähig­kei­ten und Res­sour­cen haben, um die über­tra­ge­nen Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se erfolg­reich aus­zu­üben.

Dele­ga­ti­ons­stu­fen fest­le­gen:

Die Dele­ga­ti­ons­stu­fen müssen ent­spre­chend der Auf­ga­be, den Fähig­kei­ten des Team­mit­glieds und der Dring­lich­keit der Ent­schei­dung fest­ge­legt werden. Eine klare Struk­tur erleich­tert die Über­wa­chung.

Ver­trau­ens­auf­bau durch Empower­ment:

Empower­ment ist der Schlüs­sel zum Ver­trau­ens­auf­bau. Die Über­tra­gung von Ent­schei­dungs­be­fug­nis­sen sollte mit dem Aus­druck des Ver­trau­ens in die Fähig­kei­ten und Exper­ti­se der Team­mit­glie­der ein­her­ge­hen. Das stärkt ihr Selbst­wert­ge­fühl und för­dert eine posi­ti­ve Ent­schei­dungs­kul­tur.

Feed­back­kul­tur eta­blie­ren:

Die kon­ti­nu­ier­li­che Feed­back­kul­tur ist uner­läss­lich. Regel­mä­ßi­ges Feed­back unter­stützt nicht nur die Leis­tungs­be­wer­tung, son­dern bietet auch Ori­en­tie­rung und för­dert die Zusam­men­ar­beit.

Fehler als Lern­mög­lich­keit betrach­ten:

Fehler sind unver­meid­lich, beson­ders bei der Ent­schei­dungs­de­le­ga­ti­on. Wir soll­ten Fehler als Lern­mög­lich­kei­ten betrach­ten, um eine posi­ti­ve Feh­ler­kul­tur zu för­dern, die die Offen­heit und den Wis­sens­aus­tausch im Team unter­stützt.

Res­sour­cen und Auto­ri­tät klar defi­nie­ren:

Sicher­zu­stel­len, dass Team­mit­glie­der die not­wen­di­gen Res­sour­cen haben und die Gren­zen ihrer Auto­ri­tät klar abge­steckt sind, ist ent­schei­dend für erfolg­rei­che Ent­schei­dun­gen.

Fle­xi­bi­li­tät bewah­ren:

Der Tanz der Ent­schei­dungs­de­le­ga­ti­on ist dyna­misch. Fle­xi­bi­li­tät ist wich­tig, um sich an ver­än­der­te Situa­tio­nen und Anfor­de­run­gen anzu­pas­sen. Eine anpas­sungs­fä­hi­ge Dele­ga­ti­ons­stra­te­gie ist erfolgs­kri­tisch.

Diese Stra­te­gien bilden das Fun­da­ment für eine starke, selbst­stän­di­ge Ein­heit. Ihr Zusam­men­spiel ermög­licht es, die Balan­ce zwi­schen Füh­rung und Frei­heit zu wahren und einen har­mo­ni­schen Tanz der Ent­schei­dun­gen zu orches­trie­ren, der die Erfolgs­kri­te­ri­en für eine beein­dru­cken­de Füh­rung erfüllt.

Fazit

In der Welt der Füh­rung ist das Dele­gie­ren von Auf­ga­ben nicht nur eine not­wen­di­ge Auf­ga­be, son­dern auch ein kraft­vol­les Instru­ment. Es ent­las­tet nicht nur die Füh­rungs­kraft, son­dern för­dert auch die indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung der Team­mit­glie­der. Doch hinter dem ver­meint­lich ein­fa­chen Akt des Dele­gie­rens steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Gutes Dele­gie­ren ist eine Kunst – und eine erlern­ba­re Fähig­keit.

Das Beste daran ist: Wenn du die Kunst der Dele­ga­ti­on meis­terst, gewinnst nicht nur du, son­dern jeder Ein­zel­ne in deinem Team. Du stärkst dein Team und nutzt dessen Res­sour­cen sinn­voll, was essen­ti­ell ist, um die Unter­neh­mens­zie­le zu errei­chen und nach­hal­tig erfolg­reich zu sein.

Christian Koudela

Entscheidungsnavigator, Autor, Berater & Trainer

Ich will echte Veränderungen ermöglichen und Unternehmen zu einem Ort machen, an dem Wertschätzung für die Leistungen und Kompetenzen aller Beteiligten zum Alltag gehört. An dem die Arbeit Freude und Sinn stiftet – ein arbeitswerter Ort ist. Und nicht nur ein Rettungsanker sein, mit dem du dich immer wieder von einer herausfordernden Entscheidung zur nächsten hangelst.

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