Unsi­cher­heit meis­tern

Oktober 22, 2024

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Unsi­cher­heit meis­tern: Wie du als Füh­rungs­kraft Ver­trau­en und Ori­en­tie­rung gibst

In der Welt der Unter­neh­mens­füh­rung stehen Ent­schei­dun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on im Mit­tel­punkt. Beson­ders in Zeiten der Unsi­cher­heit ist es ent­schei­dend, wie du als Füh­rungs­kraft agierst und kom­mu­ni­zierst. In den letz­ten Arti­keln haben wir uns inten­siv mit der Bedeu­tung von Sto­rytel­ling und der Wahl des rich­ti­gen Medi­ums beschäf­tigt. Heute widmen wir uns einem beson­ders her­aus­for­dern­den Thema: dem Umgang mit Unsi­cher­heit.

Unsi­cher­heit als unver­meid­ba­rer Teil des Füh­rungs­all­tags

Ganz gleich, wie viel Erfah­rung du hast oder wie gut du vor­be­rei­tet bist – Unsi­cher­heit bleibt ein stän­di­ger Beglei­ter im Füh­rungs­all­tag. Die Frage ist nicht, ob Unsi­cher­heit auf­tritt, son­dern wie du damit umgehst. Deine Reak­ti­on auf unsi­che­re Situa­tio­nen kann das Ver­trau­en deines Teams ent­we­der stär­ken oder Ängste schü­ren.

Doch wie gelingt es, klar und über­zeu­gend zu kom­mu­ni­zie­ren, selbst wenn nicht alle Infor­ma­tio­nen ver­füg­bar sind? Wie fin­dest du die rich­ti­ge Balan­ce zwi­schen Ehr­lich­keit und Zuver­sicht? Und wie gibst du deinem Team Sicher­heit und Ori­en­tie­rung, auch wenn die Zukunft unge­wiss ist?

Ehr­lich­keit und Authen­ti­zi­tät als Schlüs­sel

Ein weit ver­brei­te­ter Mythos besagt, dass Füh­rungs­kräf­te immer stark und uner­schüt­ter­lich wirken müssen. Doch das Gegen­teil ist der Fall: Offen­heit und Ehr­lich­keit im Umgang mit Unsi­cher­heit können eine enorme Wir­kung ent­fal­ten. Wenn du als Füh­rungs­kraft in einer unkla­ren Situa­ti­on stehst, ist es ent­schei­dend, diese Unsi­cher­hei­ten anzu­er­ken­nen und trans­pa­rent zu kom­mu­ni­zie­ren.

Nie­mand erwar­tet, dass du alle Ant­wor­ten hast. Wich­ti­ger ist, dass du authen­tisch bist und die Rea­li­tät aner­kennst. Ehr­lich­keit bedeu­tet, offen zuzu­ge­ben, wenn nicht alle Infor­ma­tio­nen vor­lie­gen oder sich eine Situa­ti­on noch ent­wi­ckelt. Diese Trans­pa­renz zeigt deinem Team, dass du ihre Intel­li­genz respek­tierst und ihre Unter­stüt­zung schätzt.

Ein Balan­ce­akt zwi­schen Ehr­lich­keit und Zuver­sicht

Obwohl es wich­tig ist, Unsi­cher­hei­ten offen anzu­spre­chen, ist es ebenso ent­schei­dend, Zuver­sicht aus­zu­strah­len. Dein Team sucht in unsi­che­ren Zeiten nach Füh­rung und Ori­en­tie­rung. Wenn du als Füh­rungs­kraft Zwei­fel und Ängste kom­mu­ni­zierst, kann dies auf dein Team über­grei­fen und eine Spi­ra­le der Unsi­cher­heit aus­lö­sen.

Des­halb ist es essen­ti­ell, eine posi­ti­ve Hal­tung zu bewah­ren und klar­zu­ma­chen, dass ihr als Team in der Lage seid, mit der Unsi­cher­heit umzu­ge­hen. Ver­trau­en ist dabei das Schlüs­sel­ele­ment. Es wird durch ehr­li­che und authen­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on auf­ge­baut. Deine Mit­ar­bei­ter müssen spüren, dass du in deinem Han­deln und Spre­chen kon­sis­tent bist und dass sie sich auf dich ver­las­sen können.

Authen­ti­zi­tät als Aus­druck von Füh­rungs­kom­pe­tenz

Authen­ti­zi­tät bedeu­tet, sich selbst treu zu blei­ben und die eige­nen Werte klar zu ver­tre­ten. Es geht nicht darum, Zwei­fel zu ver­ber­gen, son­dern sie in einen Kon­text zu setzen, der deinem Team hilft, die Situa­ti­on besser zu ver­ste­hen. Indem du die Rea­li­tät aner­kennst, ohne die Füh­rung aus der Hand zu geben, signa­li­sierst du, dass Unsi­cher­heit kein Grund zur Panik ist, son­dern ein Teil des gemein­sa­men Weges.

Ver­trau­en und Authen­ti­zi­tät gehen dabei Hand in Hand. Sie bilden die Basis für erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on in unsi­che­ren Zeiten. Deine Mit­ar­bei­ter müssen das Gefühl haben, dass du trotz Unsi­cher­heit eine klare Rich­tung vor­gibst und dass sie sich darauf ver­las­sen können, was du sagst.

Stra­te­gien für den Umgang mit Unsi­cher­heit in der Kom­mu­ni­ka­ti­on

Um Unsi­cher­hei­ten offen zu kom­mu­ni­zie­ren, ohne dabei Panik zu erzeu­gen, ist Trans­pa­renz der Schlüs­sel. Doch wie setzt man Trans­pa­renz in die Praxis um? Eine zen­tra­le Frage ist, wie viel du eigent­lich teilen soll­test. Trans­pa­renz bedeu­tet nicht, jedes Detail in einer unsi­che­ren Situa­ti­on offen­zu­le­gen, son­dern die rele­van­ten Infor­ma­tio­nen ver­ständ­lich und hand­hab­bar zu teilen.

Eine effek­ti­ve Tech­nik ist das soge­nann­te Framing. Dabei geht es darum, die Infor­ma­tio­nen, die du teilst, posi­tiv und hand­lungs­ori­en­tiert zu prä­sen­tie­ren. Anstatt bei­spiels­wei­se zu sagen: „Wir wissen nicht, wie sich der Markt ent­wi­ckelt“, könn­test du for­mu­lie­ren: „Wäh­rend die Markt­ent­wick­lung unge­wiss ist, arbei­ten wir aktiv an ver­schie­de­nen Stra­te­gien, um fle­xi­bel auf mög­li­che Sze­na­ri­en reagie­ren zu können.“ Dieses Framing lenkt die Auf­merk­sam­keit weg von der Unsi­cher­heit hin zu den Maß­nah­men, die ihr als Team ergreift.

Ein wei­te­rer Ansatz ist die soge­nann­te Two-Step Com­mu­ni­ca­ti­on. Diese Metho­de besteht darin, wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen in zwei Schrit­ten zu ver­mit­teln. Zuerst skiz­zierst du das große Bild und erklärst, was der­zeit bekannt ist und welche Unsi­cher­hei­ten bestehen. Im zwei­ten Schritt gehst du auf kon­kre­te Maß­nah­men ein, die ergrif­fen werden. Diese Struk­tur hilft, die Infor­ma­tio­nen besser zu ver­ar­bei­ten und das Risiko von Miss­ver­ständ­nis­sen zu mini­mie­ren.

Ver­trau­en auf­bau­en: Erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on in Kri­sen­zei­ten

Ein prak­ti­sches Bei­spiel für erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on in Kri­sen­zei­ten lie­fert die Finanz­kri­se von 2008. Damals ent­schie­den sich viele Unter­neh­men, offen über die finan­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen zu spre­chen, ohne dabei Panik zu erzeu­gen. Sie beton­ten, dass sie nicht alle Ant­wor­ten hätten, aber ent­schlos­sen waren, gemein­sam mit ihren Mit­ar­bei­tern Lösun­gen zu finden. Diese Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on stärk­te das Ver­trau­en und moti­vier­te die Beleg­schaft, ihren Bei­trag zur Bewäl­ti­gung der Krise zu leis­ten.

Das Fazit ist klar: Trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, die auf Fakten basiert, Unsi­cher­hei­ten klar benennt und gleich­zei­tig Zuver­sicht ver­mit­telt, ist der Schlüs­sel, um Ver­trau­en zu schaf­fen und Panik zu ver­mei­den. Es geht darum, den Mit­ar­bei­tern die Wahr­heit zu sagen und gleich­zei­tig eine Per­spek­ti­ve zu bieten, wie man gemein­sam durch die Unsi­cher­heit navi­gie­ren kann.

Sicher­heit in unsi­che­ren Zeiten: So gibst du deinem Team klare Ori­en­tie­rung

Die Her­aus­for­de­rung besteht darin, den Men­schen das Ver­trau­en zu geben, dass es einen Weg nach vorne gibt, auch wenn dieser nicht immer klar erkenn­bar ist. Ein wirk­sa­mer Ansatz ist es, die Kom­mu­ni­ka­ti­on auf das zu lenken, was mach­bar und kon­trol­lier­bar ist.

Ein gutes Bei­spiel dafür ist die Sze­na­rio­pla­nung. Dabei spielst du zusam­men mit deinem Team ver­schie­de­ne mög­li­che Ent­wick­lun­gen durch und ent­wi­ckelst jeweils einen Plan für den Umgang damit. Diese Metho­de gibt deinen Mit­ar­bei­tern das Gefühl, dass ihr für unter­schied­li­che Even­tua­li­tä­ten gerüs­tet seid und nimmt der Unsi­cher­heit ihren Schre­cken.

Zusätz­lich kannst du eine posi­ti­ve Spra­che ver­wen­den, um Zuver­sicht zu ver­mit­teln. Worte haben Macht, und die Art, wie du sie aus­sprichst, kann erheb­lich dazu bei­tra­gen, ob Men­schen sich sicher oder ver­un­si­chert fühlen. Statt über Pro­ble­me zu reden, die es zu lösen gilt, könn­test du über Mög­lich­kei­ten spre­chen, die es zu ent­de­cken gilt.

Fazit: Ver­trau­en durch klare Kom­mu­ni­ka­ti­on in unsi­che­ren Zeiten

Wir haben heute inten­siv dar­über gespro­chen, wie wich­tig es ist, Unsi­cher­heit in der Kom­mu­ni­ka­ti­on offen anzu­spre­chen und dabei eine Balan­ce zwi­schen Ehr­lich­keit und Zuver­sicht zu finden. Ver­trau­en und Authen­ti­zi­tät sind die Grund­pfei­ler für erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, ins­be­son­de­re in unsi­che­ren Zeiten.

Deine Mit­ar­bei­ter müssen spüren, dass du ehr­lich mit ihnen bist und auch in schwie­ri­gen Momen­ten die Rich­tung vor­gibst. Tech­ni­ken wie das Framing, die Sze­na­rio­pla­nung und die Two-Step Com­mu­ni­ca­ti­on helfen dir dabei, deinem Team Sicher­heit zu geben und gemein­sam durch die Unsi­cher­heit zu navi­gie­ren.

Im nächs­ten Arti­kel – und somit dem letz­ten Teil unse­rer Mini­se­rie – werden wir uns damit beschäf­ti­gen, warum es so wich­tig ist, die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach einer Ent­schei­dung kon­ti­nu­ier­lich fort­zu­set­zen und wie du deine Bot­schaf­ten an ver­än­der­te Situa­tio­nen anpas­sen kannst. Du wirst erfah­ren, wie regel­mä­ßi­ge Updates und eine fle­xi­ble Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie dazu bei­tra­gen, das Ver­trau­en deines Teams lang­fris­tig zu stär­ken und den Erfolg deiner Ent­schei­dun­gen zu sichern.

Christian Koudela

Entscheidungsnavigator, Autor, Berater & Trainer

Ich will echte Veränderungen ermöglichen und Unternehmen zu einem Ort machen, an dem Wertschätzung für die Leistungen und Kompetenzen aller Beteiligten zum Alltag gehört. An dem die Arbeit Freude und Sinn stiftet – ein arbeitswerter Ort ist. Und nicht nur ein Rettungsanker sein, mit dem du dich immer wieder von einer herausfordernden Entscheidung zur nächsten hangelst.

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